"Kauft Land! Der liebe Gott macht keins mehr"

Agrarflächen in Deutschland

In Deutschland gibt es 18,2 Millionen ha Agrarflächen: Äcker, Wiesen, Weiden, Weinberge, Gemüse- und Obstflächen.

Die Hälfte Deutschlands wird für die Landwirtschaft genutzt, um 84 Millionen Einwohner zu ernähren. Daneben haben landwirtschaftliche Böden wichtige Funktionen im Ökosystem, aber auch als Vermögensanlage. Die Balance zwischen diesen Funktionen ist durch veränderte Rahmenbedingungen und durch Gesetzeslücken zunehmend gestört.

Die folgenden Beiträge untersuchen Möglichkeiten, die unterschiedlichen gesellschaftlichen Anforderungen an landwirtschaftliche Flächen auszugleichen.

Traditionelles Spannungsfeld ist das Angebot an fruchtbaren landwirtschaftlichen Flächen und die Nachfrage der Verbraucher nach Lebensmitteln. Nur durch technischen Fortschritt und die Ausweitung der Landwirtschaft konnte die Nachfrage gedeckt werden.

Bei stark wachsender Weltbevölkerung wurden natürliche Ökosysteme urbar gemacht und Wälder gerodet („Kettensäge“). Damit wurden auch die stetigen Verluste an Agrarflächen für Siedlung und Verkehr („Bagger“) ausgeglichen.

Unabhängig von den ökologischen Folgen dieses Vorgehens, ist das System „Naturfläche – Ackerland – Bauland“ an seine Grenze gekommen. Nach Jahrtausenden der Flächenausweitung nimmt die weltweite Agrarfläche seit 2000 ab. Der „Bagger“ hat den Wettlauf mit der „Kettensäge“ endgültig gewonnen.